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Behavioral Pricing

Wenn jemand für das neueste iPhone einen höheren Preis als andere bezahlen muss, weil er die Apple Werbung auf Facebook geliked oder auf Twitter geschrieben hat, wie toll er das Gerät findet, dann wird dies als Behavioral Pricing bezeichnet

Was ist Behavioral Pricing?

Behavioral Pricing bezeichnet die Preisgestaltung für Produkte oder Dienstleistungen auf der Grundlage des individuellen Verbraucherverhaltens, der verwendeten Geräte oder der Einkaufsgewohnheiten. Jeder Internetnutzer hinterlässt Spuren. Diese Daten aus demografischen Aufzeichnungen, aus Webprotokoll und Treueprogrammen und nicht zuletzt aus den Social Media Profilen werden gesammelt und ausgewertet, um für jeden einzelnen Kunden individuelle Preise zu berechnen. Ein bekanntes Beispiel hierfür war die Preisgestaltung der ersten digitalen Abonnements für die New York Times. Blackberry Nutzern wurden damals 15 US-Dollar je Monat in Rechnung gestellt. iPad-Nutzer mussten 20 US-Dollar monatlich bezahlen.

Welche Vor- und Nachteile hat Behavioral Pricing?

Jedem Kunden den perfekten Preis in Rechnung zu stellen, ist der Höhepunkt des Handels. Online-Händler befinden sich aufgrund der zahlreichen Online-Verbraucherdaten in der einzigartigen Situation, um dies zu realisieren. Auf der anderen Seiten ist diese Preisgestaltungspolitik bereits früh in die Kritik geraten und wird vor allen Dingen von Verbraucher- und Datenschützern missbilligt. Behavioral Pricing ist eine Form der Preisdiskriminierung. Das Ziel der Preisdiskriminierung besteht darin, den Gewinn zu maximieren, indem der Preis, den verschiedene Kunden zahlen, auf der Grundlage von Verbraucherdaten angepasst wird. Datenschützer sehen in der Zusammenführung von Verbraucherdaten aus unterschiedlichen Quellen einen erheblichen Verstoß gegen die datenschutzrechtlichen Bestimmungen.


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