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Ecotainment

Was bedeutet Ecotainment?>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Bei Ecotainmen (Ökotainment) handelt es sich um eine Fusion der beiden Begriffe Ökologie und Entertainment. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine durchdachte Marketingstrategie, die auf einem emotionalen Kommunikationskonzept fußt und in erster Linie bei der effektiven Verbreitung von ökorelevanten Inhalten und Produkten eingesetzt wird. Im Grunde genommen geht es dabei um eine unterhaltsame Präsentation ökologischer Sachverhalte, mit denen emotional gefärbte Botschaften aufgegriffen oder vermittelt werden sollen, um ein nachhaltiges Konsumverhalten zu begünstigen.

Durch Ökotainment sollen Verbraucher zu umweltfreundlichen Verhaltensweisen ermutigt werden.

Entwicklungsgeschichte des Ecotainments

Der Begriff Ökotainment wurde erstmals im Jahr 1999 von Martin Lichtl erwähnt. Dieser wollte zu jener Zeit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit positiven Emotionen verbinden. Die Marketingstrategie spricht in erster Linie konsumorientierte Verbraucher an, die lediglich ein geringes Interesse für ökologische Gesichtspunkte äußern. Damit es jedoch trotz des klar vorhandenen Desinteresses möglich ist, die Beachtung einer solchen Zielgruppe zu gewinnen, wird beim Ökotainment komplett auf eine argumentative Kommunikation verzichtet.

Welche Zielsetzungen verfolgt die Strategie?

Ecotainment verfolgt das Ziel, sich stark auf diejenigen Konsumenten zu fokussieren und ihr Verhalten zu beeinflussen, die sich noch in der sogenannten „Produktnutzungsperiode“ befinden. Bei diesem Prozess werden die üblichen Marketingstrategien nicht verdrängt, sondern durch diesen Ansatz vielmehr unterstützt. Mit Ökotainment werden keine Sachverhalte vermittelt, sondern es dient in erster Linie der Vermittlung emotional gefärbter Botschaften.

In welchen Bereichen kommt Ökotainment zum Einsatz?

Wie wir bereits im obigen Absatz erwähnt haben, ist Ecotainment zwischen Edutainment und Infotainment angesiedelt. Mithilfe des Ökotainments werden Fragestellungen und Informationen in der Umweltbildung, im Umweltmarketing sowie in den Massenmedien auf eine leicht verständliche und unterhaltsame Art und Weise dargestellt. Teilweise werden dabei auch interaktive und multimediale Inhalte miteinander kombiniert, um die Zielgruppen effektiver zu erreichen.

Ein ausgezeichnetes Beispiel hierfür ist die Ökotainment-Kolumne des deutschen Journalisten Martin Unfried. Weitere Anwendungsbereiche sind Computerspiele und interaktive Online-Spiele, die sich über das World Wide Web spielen lassen. Prominente Beispiele hierfür sind die beiden britischen onlinebasierten Computerspiele „A World without Oil“ und „Fate oft he World“.

Eine kurze Zusammenfassung gängiger Einsatzbereiche:

  • Umweltbildung
  • Umweltmarketing
  • Interaktive Computerspiele
  • Onlinebasierte Spiele

Ökotainment-Index

Menschen, die sich bislang für Themen über Nachhaltigkeit und Umwelt nicht interessiert haben, sollen mithilfe des Ökotainments abgeholt werden. Um Beiträge in Zeitschriften und TV in Bezug auf ihren emotionalen und kognitiven Wirkungsgrad klassifizieren zu können, haben Marketing-Experten den sogenannten „Ökotainment-Index“ entwickelt.

Folgende Aspekte lassen sich damit ermitteln und messen:

  • Werden auch Inhalte für disperse Konsumenten erstellt?
  • Wie reagieren die Rezipienten emotional und kognitiv?
  • Enthalten die Inhalte das ausreichende Maß an Themen über Umwelt und Nachhaltigkeit?

Fazit

Ecotainment ist eine durchaus sinnvolle Marketingstrategie, um die Themen Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit den Verbrauchern näherzubringen.


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