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GIF

Was bedeutet GIF?>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

GIF ist die Abkürzung für Graphics Interchange Format (engl. Grafikaustausch-Format). Das Verfahren erlaubt eine verlustfreie Verkleinerung von Bildern. Außerdem lassen sich mehrere Einzelbilder innerhalb eines GIFs speichern. Geeignete Programme wie Webbrowser spielen diese kurzen Clips ab. Diese Möglichkeit trägt bis heute bedeutend zur Verbreitung des Formates bei.

Geschichte des Bildformats

Das Verfahren entwickelte der IT-Spezialist Steve Wilhite bereits in den 1980er Jahren. Ab 1987 führte der US-Onlinedienst CompuServe den Standard ein, um das schwarz-weiße RLE als Farbformat abzulösen. Aufgrund der starken Kompressionsraten waren GIFs in den kommenden Jahren sehr populär. Sie verbrauchten weniger Speicherplatz als konkurrierende Formate wie PCX.

Weil das Bildformat transparente Ebenen und Animationen erlaubt, blieb es auch bei Aufkommen des beliebten JPG- und PNG-Formates erfolgreich. Überraschenderweise steigerte sich die Popularität in den 2010er Jahren erneut, was auch an Systemen wie tumblr oder Foren wie 4chan lag. Mittlerweile gehören die animierten Clips zum Alltag vieler Menschen, die sie beispielsweise in Chats nutzen.

Die kulturelle Bedeutung des Formates ist enorm. Daher wurde „GIF“ als Wort in der englischen Sprache anerkannt. Die Oxford University Press urteilte unterdessen, dass sich das Format „zu einem Werkzeug“ für „Journalismus und Forschung entwickelt habe“.

Eigenschaften des Formats

GIFs nutzen eine Farbpalette zur Ablage der Farbinformationen. Diese Tabelle besteht aus bis zu 256 unterschiedlichen Einträgen, wobei mehrere Millionen Farbwerte zur Wahl stehen. Einfache Grafiken und Zeichnungen stellt das Format ohne optische Reduzierung dar. Aufwendigere Fotografien reduzieren sich durch die Limitierung deutlich. Vor allem bei großen Bildern entstehen Stufungen und Störungen, die sichtbar sind.

Die maximale Größe einer solchen Bilddatei ist grundsätzlich auf 65.635 mal 65.535 Bildpunkte beschränkt, was zur Darstellung von kleineren Grafiken genügt. Hier ist die Transparenz-Funktion des Formats vorteilhaft. Nutzer können beispielsweise rechteckigen GIFs mit einem runden Inhalt verwenden, um bei einer Integration die jeweilige Hintergrundfarbe erscheinen zu lassen. Allerdings ist keine Teiltransparenz wie beim konkurrierenden PNG-Format möglich.

Die kleinen Dateien sind vor allem aufgrund ihrer Animations-Funktion populär. Bei Integration auf einer Internetseite spielt der Browser das aus mehreren Einzelbildern bestehende GIF ab. So ist sogar die Übertragung von kurzen Clips möglich. Solche Animationen nutzen Menschen zum Beispiel in Sozialen Netzwerken, in Foren oder in Messenger-Diensten.

Vergleich mit modernen Standards

Das Bildformat steht in Konkurrenz mit anderen Standards. So wurde zum Beispiel das patentfreie PNG-Format entwickelt, um einen neuen Bildstandard für Einzelbilder zu erschaffen. Generell lässt sich dieses PNG-Format besser nutzen, weil es durch die 64 Bit Farbtiefe, größere Kompression und mehr Farboptionen deutlich ausgereifter ist. Daher löste das PNG-Bild den veralteten GIF-Standard in vielen Bereichen ab.

Nur bei den Animationen schwächelt dieses Verfahren. Allerdings können User seit der Einführung von HTML5 diverse Videodateien wie WebM oder H.264 direkt in Internetseiten integrieren. Der Vorteil ist die verbesserte Qualität. Solche Animationen benötigen im Vergleich zu einem GIF weniger Speicherplatz, wobei sich zudem animierte Elemente einbinden lassen, die für bessere Bedienbarkeit sorgen.

Obwohl der Bildstandard mittlerweile technisch veraltet ist, bleibt er sehr beliebt. Das liegt vor allem an den Animationen, die bei Nutzern ein populäres Mittel der Kommunikation bleiben. Weil diese Clips über alle Browser hinweg funktionieren, ohne dass ein Codec oder Plug-In nötig ist, finden die GIFs auch in näherer Zukunft ihre Verbreitung.

Das Gif ist heillos veraltet – und doch hat es überlebt, als Internetfolklore und Emotionsstenografie.
Tilman Baumgärtel

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