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Gigabyte (GB)

Was ist ein Gigabyte?

Wer sich noch an die 1990er Jahre erinnert, weiß wie astronomisch groß damals eine Festplatte mit einem Gigabyte (GB) war: 1000 Megabyte Speicherplatz musste man 1995 erst einmal mit seinen Daten füllen können. Der Begriff Gigabyte ist ein Kompositum aus der griechischen Vorsilbe „Giga“ für Milliarden und „byte“ für die kleinste adressierbare Einheit in Computersystemen. In diesem Artikel erläutern wir Ihnen, woher der Begriff Gigabyte kommt und wir in der Praxis angewendet wird.

Woraus besteht ein Gigabyte (GB)?

Bevor wir uns mit dem Byte befassen, müssen wir zunächst das Bit in den Blick nehmen: ein Byte ist in der Informatik eine Einheit, die sich aus acht sogenannten Bits zusammensetzt. Diese Bits sind, mathematisch gesprochen, die Schaltzustände 1 und 0 oder physikalisch „Strom“ und „kein Strom“. In den unterschiedlichen Zusammensetzungen erzeugen die Bits die unterschiedlichen Bytes, in denen ein Computer die Informationen verarbeitet, im RAM speichert oder auf einem Massenspeicher (Festplatte, SD-Karte) ablegt.

In der Frühzeit der Computer war das Kilobyte, welches heute allenfalls noch für Textdokumente oder kleinere Bilder von Bedeutung ist, die gängige Maßeinheit. Gängige Speicherformate wie zum Beispiel die Floppy Disk fassten damals einige 100 Kilobyte bis zu 1,44 Megabyte. Mit dem Aufkommen der Festplatten, die anfangs nur wenige Megabyte groß waren, schnell aber Kapazitäten von Hunderten von Megabyte erreichten, wurde die Schwelle zum Gigabyte, also zu einer Milliarde Bytes auf einem Datenträger, erstmals am Horizont erkennbar. Spätestens mit der Wende zum 21. Jahrhundert waren Festplatten mit einer Speicherkapazität von einem oder mehreren Gigabyte (GB) der gängige Standard in Industrie und privaten Computersystemen.

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Das Gigabyte heute: Die digitale Maßeinheit des 21. Jahrhunderts

Heute ist eine Speichergröße von über einem Gigabyte, sowohl für den festen Massenspeicher als auch für den Arbeitsspeicher, in fast jeder Hosentasche zu finden. Spitzen-Smartphones erreichen heute Speichergrößen von mehreren 100 GB, auch die Arbeitsspeicher sind mit 4,8 oder 16 GB heute längst im Milliarden-Byte-Bereich angekommen.

Info

Der konkrete Platzbedarf für diese ehemals astronomische großen Massenspeicher verringert sich von Jahr zu Jahr: War vor etwa 20 Jahren noch eine sehr große und mechanisch äußerst anfällige Festplatte für eine Speicherkapazität von etwa 100 Gigabyte (GB) nötig, passt diese Menge heute auf einen winzigen Speichertyp in der Größe des menschlichen kleinen Fingernagels.

Längst ist das Gigabyte aber nicht mehr die größte Speichereinheit im alltäglichen Sprachgebrauch. In PCs und Workstations haben sich längst Massenspeichergrößen von mehreren Terabyte etabliert, insbesondere in Videoschnittsystemen und Grafik-Workstations wächst der Speicherbedarf nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern eher von Monat zu Monat. Im Bereich des Cloud-Computings, wo sehr große Datenmengen auf zentralen Servern gespeichert werden, hat sich die Maßeinheit Petabyte für die enormen Datenmengen in den Serverfarmen etabliert. Die nächstgrößere Schwelle, das sogenannte Exabyte, wurde für den globalen Internetverkehr erstmals im Jahr 2004 überschritten. Bis der heimische PC ein Exabyte, das heißt eine Milliarde Gigabyte (GB) in seinem Speicher vereint, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Allerdings wurde dies 1985 auch noch über das Megabyte gesagt.

Weiterführende Links

https://www.computerweekly.com/


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