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Hybrid App

Prinzipiell gibt es drei verschiedene Ansätze bei der Entwicklung moderner Apps, und zwar:

  • native App-Entwicklung
  • hybride App-Entwicklung
  • Entwicklung von Web-Apps

Bei einer hybriden App handelt es sich um eine Kombination aus den beiden anderen Arten.

Hybride Apps im Überblick

Um verstehen zu können, was eine hybride App überhaupt ist, müssen wir uns zuerst mit den beiden anderen „Ur-Formen“ beschäftigen. So wird eine native App mithilfe von IDEs und Programmiersprachen entwickelt, die von einem bestimmten Betriebssystem, wie zum Beispiel iOS, Android oder Windows, naturbelassen bzw. nativ unterstützt werden. Android unterstützt beispielsweise die beiden Programmiersprachen Kotlin und Java, was bedeutet, dass eine native Android-App auf Basis dieser Technologien programmiert wird.

Eine Web-App hingegen ist plattformunabhängig und basiert auf offenen Web-Technologien, wie zum Beispiel:

  • HTML
  • CSS
  • JavaScript
  • WebAssembly

Web-Applikationen können daher in allen modernen Webbrowsern ausgeführt werden und sind nicht auf eine einzige Plattform beschränkt. Bei einer Web-App ist es für die Benutzer jedoch klar ersichtlich, dass sie sich in einer solchen befinden, da keine Applikation aus dem App-Store heruntergeladen werden muss, sondern die Anwendung im Browser läuft.

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Eine Hybrid App stellt eine Kombination aus den in den obigen Absätzen erläuterten App-Arten dar und soll die besten Charakteristika aus diesen beiden Entwicklungsansätzen vereinen. Hybride Applikationen basieren wie die Web-Apps auf Webtechnologien, werden allerdings in einer sogenannten „Container-App“ anstatt direkt im Webbrowser ausgeführt. Es werden also Web-Inhalte in eine Container-App verpackt, die dann auf dem Endgerät wie eine native App wiedergegeben werden. Dieses „Verpacken“ in einen Container gibt der Applikation die Möglichkeit, auf native Funktionalitäten und APIs des jeweiligen Betriebssystems ohne Einschränkungen zuzugreifen. Für die Benutzer ist der Unterschied zwischen einer hybriden oder nativen App in vielen Fällen nicht direkt ersichtlich, da die Installation in beiden Fällen über den zuständigen App-Store realisiert wird.

Vorteile und Nachteile hybrider Apps

Pro
  • Bei einer Hybrid App wird in der Regel eine einzelne Codebasis entwickelt, die dann auf den unterschiedlichen Plattformen durch den Einsatz der vorgesehenen Container bereitgestellt wird. Dies bietet den beachtlichen Vorteil, dass eine hybride App dadurch auf verschiedenen Plattformen bereitgestellt werden kann. Eine solche Applikation lässt sich mit deutlich weniger Aufwand entwickeln, als zwei oder mehrere native Applikationen.
    Aus den im obigen Absatz genannten Vorteilen ergibt sich auch ein deutlich geringerer Aufwand in der Pflege bzw. Weiterentwicklung der Applikation, da alle Anpassungen nur einmal in einer einzelnen Codebasis stattfinden.
    Es gibt einige native Funktionalitäten, die Web-Apps nicht nutzen können, wie beispielsweise:

    • Zugriff auf das Adressenbuch
    • Push-Notifikationen

    Durch den Einsatz hybrider Apps kann auf native Funktionen zugegriffen werden, um dem User eine bestmögliche Nutzererfahrung (UX) zu bieten.

Contra
  • Ein wesentlicher Nachteil, den der Einsatz hybrider Apps mit sich bringt, sind mögliche Performance-Einbußen. Eine Hybrid App ruft immer zuerst den Webbrowser des Geräts auf. Bei diesem Vorgang überlagert der genutzte Container die Browser-Eigenschaften, sodass der Internetbrowser für den Benutzer nicht ersichtlich ist. Dieser Umstand bedeutet, dass hybride Apps immer auf den Browser als Zwischenstelle zugreifen müssen, sodass es hier zu einer schlechteren Performance kommen kann.

Fazit

Das hybride Entwicklungsmodell stellt eine erstklassige Lösung für Unternehmen dar, die mit möglichst geringer Investition eine erste App auf den Markt bringen möchten und dabei nicht auf die Distributionskraft eines App-Stores und auf native Funktionalitäten verzichten möchten.

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