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JSLint

Bei JSLint handelt es sich um ein beliebtes und äußerst nützliches Tool, einen sogenannten „Linter“, der im Rahmen der statischen Codeanalyse eingesetzt wird. Das Tool wird in der Web- und Softwareentwicklung verwendet, um zu prüfen, ob im JS-Quellcode (JavaScript) syntaktische Fehler vorhanden sind und der Quellcode den Codierungsregeln der Skriptsprache entspricht. Ursprünglich wurde das Tool hauptsächlich als Webanwendung über js-lint.com zur Verfügung gestellt. Heutzutage ist JSLint auch in der Befehlszeilenadaption erhältlich, sodass das Tool auch lokal genutzt werden kann. Darüber hinaus kommt der Linter als fester Bestandteil vieler moderner Entwicklungsumgebungen (IDE), wie beispielsweise Visual Code Studio, welches von Microsoft entwickelt wird. Das Tool wurde im Jahr 2002 von dem US-amerikanischen Informatiker und JavaScript-Pionier Douglas Crockford erstellt.

Allgemeine Informationen

JSLint ist ein sogenannter Linter, der in der Lage ist, JavaScript-Quellcode zu analysieren und syntaktische und logische Fehler anzuzeigen oder sogar automatisch zu beheben. Es ist ein Tool zur Qualitätssicherung, das in erster Linie beim Verfassen von Quellcode zum Einsatz kommt. Es ist in den beiden Texteditoren Notepad++, Sublime Text als Plug-in verfügbar und stellt in der Entwicklungsumgebung von Microsoft Visual Code Studio einen festen Bestandteil dar. Die Funktionsweise des Tools ist denkbar einfach: Sobald eine JS-Datei geöffnet wird, untersucht der Linter die Datei auf syntaktische und logische Fehler. Falls Fehler im Code entdeckt werden, wird die fehlerhafte Stellt im Code visuell Markiert, sodass der Entwickler sofort erkennen kann, dass an dieser Stelle ein Programmierfehler vorhanden ist.

Fragwürdige MIT-Lizenz

Bei der Lizenz für das Tool handelt es sich um eine Ableitung der MIT-Lizenz. Die einzige Änderung gegenüber der MIT-Lizenz ist die Ergänzung einer einzigen Zeile, und zwar: „Die Software soll für gute Zwecke und nicht für Böses eingesetzt werden.“ Der Free Software Foundation zufolge ist die Lizenz wegen dieser Klausel „unfrei“. Diese fragwürdige Klausel hat auch zur Folge, dass Software, bei der das Tool eingebunden ist, nicht auf Google Code gehostet werden und in die Debian-Registry für Open Source-Pakete aufgenommen werden kann.

Entwicklung zahlreicher Abkömmlinge

JSLint wird heute als der erste Syntax-Checker für JavaScript-Projekte angesehen. Das Tool hat im Laufe der Jahre eine Vielzahl anderer Werkzeuge inspiriert. So entwickelte beispielsweise im Jahr 2001 der russische Informatiker und Mathematiker Anton Kovalyov einen sogenannten „Fork“ (Zweig) mit dem Namen JSHint. Das Hauptziel hinter der Entwicklung von JSHint war, den Entwicklern ein besser konfigurierbares Tool zur Verfügung zu stellen, um JS-Code nach individuellen Anforderungen und Bedürfnissen besser analysieren zu können.

Nicholas C. Zakas veröffentlichte im Jahr 2013 den Abkömmling ESLint. Sowohl JSLint als auch JSHint hatten nicht die Möglichkeit, individuelle Regeln für den Stil und die Qualität der Codierung zu erstellen und einzubinden. Nachdem Zakas wesentlich an der Entwicklung von JSHint beteiligt war, beschloss er einen neuen Linter zu entwickeln, ESLint, in dem sich alle Regeln individuell konfigurieren lassen und zusätzliche Regeln nach Bedarf zur Laufzeit definiert oder geladen werden können. Im Laufe der Jahre hat sich ESLint als das überlegenere Linting-Tool durchgesetzt, sodass es heutzutage einen gewissen Industriestandard für JS-Syntax-Checker darstellt. Die Entwickler von CodeKit, einer Entwicklungsumgebung für das macOS, lobten im Jahr 2016 ESLint vor allem dafür, dass das Tool mehr Probleme im Code findet und sich viel besser konfigurieren lässt.


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