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Ruby on Rails

Was bedeutet Ruby on Rails?

Bei Ruby on Rails (ROS) handelt es sich um ein sogenanntes „Framework“, das auf der äußerst beliebten Programmiersprache Ruby aufbaut. Mit Rails können Sie dynamische Webseiten realisieren, die auf dynamische Datenbanken zugreifen und in vielen Fällen schneller und leichter programmiert werden als mit anderen ähnlichen Programmiersprachen, wie zum Beispiel PHP oder Python.

Entwicklungsgeschichte

Die Programmiersprache Ruby, auf der das Rails-Framework basiert, wurde von dem japanischen Informatiker Yukihiro Matsumoto als eine äußerst lesbare „Humansprache“ konzipiert. Der wesentliche Vorteil dieser Ausrichtung ist, dass Ruby-Quellcode nahezu wie ein normaler Text gelesen werden kann. Genau auf diesem Ansatz basiert das Rails-Framework, das erstmalig im Jahr 2004 von dem dänischen Entwickler David Heinemeier Hansson entwickelt und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Hansson extrahierte RoR aus dem Projektmanagement-Tool „Basecamp“. Somit musste er einen Großteil des Quellcodes für das Framework nicht neu schreiben, sondern er konnte die Grundlagen aus dem Tool übernehmen und in Rails integrieren. Die Philosophie von Ruby soll in dem Framework durch drei Basiskonzepte wiedergegeben werden, und zwar:

  • Don’t repeat yourself (DRY): Informationen müssen in RoR nur einmalig im Datenbanksystem hinterlegt werden. Eine erneute Kopie, wie sie bei vielen anderen Programmiersprache üblich ist, ist demnach nicht notwendig.
  • Convention over Configuration: Das Rails-Framework geht von sinnvollen Standardwerten aus, sodass eine Anpassung der Konfiguration in vielen Fällen nicht notwendig ist.
  • Projekte? Bei der Erstellung von RoR-Projekten wird nicht nur eine Konfigurationsdatei erstellt, sondern auch der gesamte Aufbau für die Projektverzeichnisse.
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Bestandteile

Die RoR-Laufzeitumgebung basiert als geschlossenes System auf verschiedenen Skripten, Bibliotheken und dem Ruby-Interpreter. Jede Webanwendung, die mit RoR entwickelt wird, besteht aus einem Verzeichnisbaum, der sich wiederum aus Konfigurationen, Views, Controller und Datenbankmodell zusammensetzt. Die Architektur einer Ruby on Rails-Webanwendung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Controller: Hierbei handelt es sich um eine Ruby-Datei, die bei einem URL-Request ausgeführt wird. Wird auf einer Website eine Funktionsseite, wie beispielsweise die Accountsettings aufgerufen, löst ein in der URL eingefügter Parameter automatisch eine Datenbankabfrage aus.
  • Modell: Das ist ein Datenbankschema, mit dessen Hilfe Daten miteinander in Beziehung gesetzt werden.
  • View: Mit der View werden Daten verarbeitet und als HTML-Dokument angezeigt.

Vor- und Nachteile im Überblick

Pro
  • Der Entwicklungsprozess gestaltet sich bei Ruby on Rails oft wesentlich schneller und einfacher als bei vergleichbaren Programmiersprachen.
  • RoR-Code zeichnet sich durch eine sehr gute Lesbarkeit aus und verzichtet auf unnötige Syntax, um den Entwicklungsprozess zu vereinfachen.
  • Die Entwicklung mit RoR ist kostengünstig.
Contra
  • Nicht alle Hosting-Anbieter unterstützen Rails.
  • NodeJS und PHP haben eine größere Verbreitung.
  • RoR-Anwendungen sind nicht so performant wie Java oder .NET-Anwendungen.

Fazit des OM Optimiser Teams

Rails ist ein Framework, das in erster Linie auf die Bedürfnisse von Webentwicklern ausgelegt ist, die viel Wert auf eine einfache Programmierung und einen gut lesbaren Code legen.

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