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Webrooming

Bei Webrooming handelt es sich um ein spezifisches Kaufverhalten, bei dem der Konsument im World Wide Web Informationen zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen recherchiert, um diese dann im stationären Handel zu kaufen. Auf diese Weise besorgt sich der Kunde zum Beispiel Informationen zu aktuellen Marktpreisen in Online-Shops oder Vergleichsportalen, kauft dann den Artikel aber offline.

Allgemeine Informationen zu Webrooming

Webrooming liegt im Trend. Immer mehr Konsumenten suchen im World Wide Web nach Informationen zu einem bestimmten Produkt, um dieses dann offline auszuprobieren und zu kaufen. Einer aktuellen Studie der Leipziger Graduate School of Management zufolge, basiert dieser Trend auf der Tatsache, dass Konsumenten bestimmte Vorteile sowohl im Online- als auch Offline-Handel sehen.

Der Internethandel kann insbesondere mit folgenden Kriterien punkten:

  • Auswahl
  • Preis
  • Lieferkomfort

Der stationäre Handel zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:

  • direkte Verfügbarkeit
  • Beratung
  • Möglichkeit das Produkt zu testen

Hinsichtlich des preislichen Vorteils hat der stationäre Handel jedoch in den letzten Jahren teilweise aufgeschlossen, sodass große preisliche Unterschiede kaum noch vorhanden sind. So finden beispielsweise in bestimmten Branchen wie Elektronikhandel häufig große Rabattaktionen statt, mit denen die stationären Händler preislich zum Online-Handel aufschließen. In vielen Fällen betreiben Offline-Händler auch eigene Online-Shops, auf die im stationären Handel explizit verwiesen wird. Der Trend des Webrooming hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und zeigt sich in konstanter Weise branchenübergreifend.

Ansätze für die Kombination von Online- und Offline-Handel

Um im digitalen Zeitalter konkurrenzfähig zu bleiben, bieten viele Händler mittlerweile eine „Shopping Experience„, die den Online- und Offline-Handel miteinander verknüpft. Im Folgenden gehen wir auf einige Maßnahmen ein, mit denen sich solche Kombinationen von Online- und Offline-Shops erfolgreich realisieren lassen.

Hierbei handelt es sich um Services, die in der Lage sind, den mobilen Standort des Konsumenten zu erkennen und beispielsweise mit Push-Nachrichten zu stationären Angeboten in seiner Nähe zu bewerben. Bei den LBS wird auch oft der digitale Couponversand eingesetzt, um Konsumenten zu einem Ladenbesuch zu motivieren.
Im Online-Handel ist es eine übliche Vorgehensweise, sogenannte „Warenkorbabbrecher“ mit E-Mails oder SMS-Nachrichten darauf aufmerksam zu machen, dass sie die nicht gekauften Artikel, die sie im digitalen Warenkorb hinterlassen haben, im stationären Handel anschauen, ausprobieren und kaufen können.
Ein Loyalitätsprogramm kann beispielsweise auf einer Kundenkarte basieren, mit der alle Kaufdaten direkt auf dem POS-Terminal erfasst werden. Diese Daten werden dann u. a. für die Kommunikation im Online-Shop verwendet. Dem Kunden sollte im Rahmen eines Loyalitätsprogramms ermöglicht werden, Punkte sowohl im Online- als auch im Offline-Shop zu sammeln.
Durch den Einsatz interaktiver POS-Terminals hat der Kunde die Möglichkeit, innerhalb des stationären Ladens auch nach zusätzlichen Online-Angeboten zu suchen und kann auf diese Weise zu passenden Up- und Cross-Sales motiviert werden.

Ist Webrooming empfehlenswert?

Webrooming liegt im Trend und nimmt immer größere Züge an, sodass Online-Shops vermehrt stationäre Läden aufbauen, um auch diesen Marktsegment optimal abzudecken. Die Zunahme des Webrooming hat auch strategische Implikationen für den Online-Handel. Gerade der jüngeren Generation von Konsumenten ist der Wechsel zwischen Online- und Offline-Handel mittlerweile selbstverständlich. Für das Marketing der Händler bedeutet das, mit neuen und innovativen Strategien auf das Wechselverhalten der neuen Generation von Käufern zu reagieren.


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